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Hurra, wieder mal eine Quotenregelung...

 …denn wenn der Mensch nicht mehr weiter weiß oder sich profilieren will, weil ihm sonst nichts einfällt was populistisch ist, werden offensichtlich Quoten eingeführt. So kennen wir es ja schon aus der Landwirtschaft, wie z. B. die Milchquote und nun greift es auch im Management um sich.
Doch was bringt das? Und überhaupt, wer braucht das?

Noch nie habe ich mich grämen müssen, dass ich nicht berücksichtigt werde, weil ich eine Frau bin. Im Gegenteil, denn ich bekomme meine Aufträge weil ich dafür kompetent bin. Es wird auch daran liegen, dass ich mir keine Gedanken darüber mache, sondern einfach meinen Weg gehe.
Hintergrund mag sein: Schon in meiner Kindheit wurde ich nicht auf die weibliche anachronistische Rolle reduziert und definiere so heute bedenkenlos im Geschäftsalltag als Fachkraft meine Rolle. Ich übernehme eine Aufgabe, fülle sie mit Leben und schaffe Lösungen sowie Ergebnisse. Was hat das bitte mit meinem Geschlecht zu tun?Petra Zander Daumen Unten

Sicher gibt es auch in Deutschland Menschen, die gewissen Personen trotz Kompetenz – zu diesem diskriminierten Personenkreis können auch Frauen gehören - den beruflichen Aufstieg in die Chefetage verwehren. Dass das jedoch die Regel ist, glaube ich nicht. Gerade bei den Frauen gibt es inzwischen viele Beispiele der erfolgreichen Tätigkeit als Geschäftsführung und Vorstand bei großen international agierenden Konzernen.

Aus eigener Erfahrung, unter anderem als Interimsmanagerin kann ich sagen, dass es nicht reicht in der Chefetage nur mit Fachkompetenz zu glänzen. Dazu gehört mehr und es gibt diverse Männer UND Frauen, die da schlicht nicht hingehören, dann folgerichtig nicht befördert werden und
unter Umständen die Mär von der ungerechten Behandlung in die Welt setzen.

Es sollte doch die Person mehr Verantwortung tragen dürfen, die verantwortlich handelt, entscheidungsfähig ist, das Ganze im Blick hat im Sinne des Unternehmens aber auch im Sinne unserer Gesellschaft; alles in allem eine Autorität ist und nicht wie so häufig nur Autorität hat. Und das soll jetzt qua Quote besser werden indem Quotenfrauen ausgerufen werden?

Mein Ausflug in Frauennetzwerke, auch solche, die explizit für eine Quotenregelung eintreten, zeigte mir, dass sich dort vermehrt Damen zusammenfinden, die meinen ihnen werde eine Beförderungen vorenthalten. Ehrlich gesagt, so wie ich viele der Damen wahrnahm - analog meiner Erfahrung in verantwortlicher Managementfunktion -, habe ich mir auch nicht vorstellen können, dass eine Beförderung sinnvoll ist. Meine offenen und direkten Worte waren allerdings nicht willkommen. So waren die Frauen-Netzwerk-Abende wenig befruchtend und daher schnell wieder beendet.
Um kein einseitiges Bild zu zeichnen: Dort traf ich auch einige sehr toughe Frauen, die eine Quotenregelung aber nicht benötigen, da sie in der Anstellung bereits ganz oben angekommen oder offensichtlich auf dem direkten Weg dorthin sind oder sich erfolgreich selbstständig machten.
Wo sind eigentlich die Männervereinigungen der nichtbeachteten so ungerecht behandelt übergangenen Männer?

Naja, nun wird sicher alles endlich gerecht, wenn die Politik eingreift und geschlechterabhängige Quoten einführen will. Unter Umständen wird Frau zur Quotenfrau und kann sich zufrieden zurücklehnen, etwas erreicht zu haben. Ist das nicht toll, wenn die Chefetage verkündet, dass Frau jetzt ganz oben mitspielen darf, weil die Quote noch nicht erfüllt ist? Was für Aussichten! Ich bin dann im Sinne der Gleichberechtigung dafür, dass für jede Quotenfrau auch ein Quotenmann berufen wird, nicht das wir umgekehrte Diskriminierung betreiben. Was für ein Arbeits-Gewinn für die Personalabteilungen sowie System- und Standardisierungsexperten, wenn das wahr wird.
Da steckt Potenzial drin und bringt Deutschland garantiert nach vorne...

Nein, jetzt mal ernst:
- Warum nicht den Verstand nutzen und die Personen befördern die die jeweiligen Positionen bestmöglich auszufüllen versprechen?
Das bringt doch letztendlich auch jedes Unternehmen voran.
- Warum nicht Führungskräfteentwicklung auch fürs gehobene Management betreiben und dabei ungeachtet des Geschlechts die, die den meisten Ertrag durch die Investition ins Humankapital zu bringen versprechen, frühzeitig fördern?

Erst Potenzialanalyse, dann fordern und fördern sollte die Devise in Unternehmen sein!
Die Unternehmen sind in der Verantwortung, wollen sie langfristig bestehen!

Die Frage ob Mann oder Frau zu befördern ist, wurde in meinem beruflichen Umfeld noch nie gestellt.
Aufgrund des demographischen Wandels wird sich meines Erachtens diese Frage auch für andere in Bälde nicht mehr stellen. Dann wird in unserer Volkswirtschaft händeringend nur noch nach einer versierten Fachkraft Ausschau gehalten und das jeweilige Geschlechtsmerkmal wird so unerheblich wie irgend etwas!
Der Staat, sprich die gewählten Volksvertreter, sollten sich besser darum kümmern, dass die Infrastruktur so ausgestattet ist, dass es auch Eltern ermöglicht einer Arbeit nach dem Können und Wollen nachzugehen!

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Verfasst von Petra Zander um 19:32
Ein Beitrag von: Zander Management

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