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Mit einer Versorgevollmacht/Patientenverfügung sich selbst und das Vermögen schützen

Heute ein Tipp von unserem Partner Peter Steidl:

Oft wird die nachfolgende Situation unterschätzt.
Was ist, wenn man sein Leben nicht mehr selbst regeln kann,sei es durch Krankheit, Unfall oder im hohen Alter? Wer hilft und entscheidet im Alltag, bei Vermögens- und Gelddingen und nicht zuletzt in medizinischen Fragen, wenn man selbst nicht entscheidungsfähig ist?

Diese Fragen sollten sie sich in guten Tagen ernsthaft stellen und dann entsprechende Vorsorge treffen mit einer Vorsorgevollmacht oder einer Betreuungsverfügung und mit einer Patientenverfügung. Dafür ist es nie zu früh! Nur mit der entsprechenden Vorsorge wahrt man seine Selbstbestimmung – ein Grundrecht nach unserer Verfassung – auch für Situationen, in denen man selbst nicht oder nicht mehr entscheiden kann.

Wichtig: Wer glaubt, eine solche Vorsorgevollmacht sei nicht notwendig, weil er sich in seiner Familie, beim Ehepartner und seinen Kindern, gut aufgehoben fühlt und weil diese im Falle des Falles sowieso entscheidungsberechtigt seien, irrt sehr!

Was viele nicht wissen: Im deutschen Recht haben nur Eltern für ihre minderjährigen Kinder ein umfassendes Sorge- und damit ein Vertretungs- und Entscheidungsrecht. Einen Volljährigen können Angehörige oder andere Personen nur rechtlich vertreten, wenn sie von ihm eine rechtskräftige Vollmacht / Vorsorgevollmacht haben oder wenn sie vom Vormundschaftsgericht (beim Amtsgericht) als Betreuer bestellt werden, was -  auch wenn Eile geboten ist - immer ein paar Tage dauert!

Wer sich und seinen Angehörigen im Falle des Falles den Amtsweg der gerichtlichen Bestellung ersparen will und damit auch das Vakuum, während dessen sie nicht für den Betroffenen entscheiden können, sollte eine ihm nahe stehende Person mit der entsprechenden Vollmacht oder wenigstens einer Betreuungsverfügung ausstatten. Damit stellt man auch sicher, dass ggf. nicht eine Betreuung von Amts wegen bestellt wird, mit der man vielleicht nicht einverstanden wäre. Ergänzt man die Vollmacht bzw. Betreuungsverfügung um eine Patientenverfügung, dann wissen Ärzte und Betreuer auch in medizinischen Fragen, welche Behandlungen man erwartet und welche man ablehnt und müssen danach handeln!

Wer für sich, seine Familie und seinen Partner tätig werden möchte, hat die Möglichkeit eine Muster-Versorgungsvollmacht und -Patientenverfügung über die Webseite (pdf's an der rechten Seite) unseres Partners Peter Steidl herunterzuladen und auszudrucken.

Verfasst von Petra Zander um 16:41
Ein Beitrag von: Sander Lucioperca

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