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High-Tech-Standort Europa?

Die EU will bis 2020 die Chip-Fertigung verdoppeln. Der Weltmarktanteil soll von 9,3 % (2012) auf 20 % wachsen.

Hierzu stellt die Europäische Union 10 Mrd. € zur Verfügung, die Halbleiterindustrie will weitere 100 Mrd. € an Investitionen anschieben. Die Exzellenz-Cluster Grenoble (ST Microelectronics), Dresden (Infineon) und Eindhoven (NXP) stehen dabei im Vordergrund, bis zu 250.000 neue Arbeitsplätze sollen dabei entstehen.

(Quellen Zeitschrift „Elektronik“, Juli 2013 sowie die Website www.semi.org, hier: SEMI Europe Advocacy von Rania Georgoutsakou)

So weit, so schön...

Allerdings: Während die Investitionen in neue Technologien und Prozesse sowie die daraus folgende weitere Miniaturisierung quasi automatisch ablaufen, da sich alle OEM hiervon Wettbewerbsvorteile versprechen, stellt sich die Frage, wo innerhalb der nächsten acht Jahre die genannten 250.000 -meistens hoch qualifizierten- Mitarbeiter herkommen sollen?

Wie weit ist die Halbleiterindustrie in der Entwicklung einer „personnel roadmap“, analog zur „technological roadmap“?

Die Erfahrung zeigt, dass der Personalbedarf -leider- an letzter Stelle in die Planung einfließt, häufig erst dann wenn der Bedarf an qualifiziertem Personal akut wird. Das Ergebnis sieht dann so aus, dass teuerstes Equipment unbenutzt in der Fertigung steht weil einfach kein Personal verfügbar ist, das damit umgehen könnte.

Zum Vergleich: manches Equipment kann in der Anschaffung 5 mio US-$ und mehr kosten und ist dann operativ vielleicht drei Jahre „state oft he art“. Die Ingenieure, die das Equipment bedienen, warten und die Prozesse darauf fahren, verdienen ca. 75.000,- € / anno.

 

Wäre es nicht angemessen, die Personal“beschaffung“
bei der Überlegung der Equipment“beschaffung“
gleich mit einzuplanen?

 

Verfasst von Andreas Zimmer um 17:00
Ein Beitrag von: WfKMU

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